Das Amtsgericht Hanau hat den Antrag auf Insolvenz durch die Geschäftsführung der Grafenau Hotel Betriebs GmbH & Co. KG angenommen. Für das ehemalige Steigenberger Hotel Sonnenhof in Grafenau wurde ein vorläufiger Insolvenzverwalter bestellt.
Das Amtsgericht Hanau hat den Antrag auf Insolvenz durch die Geschäftsführung der Grafenau Hotel Betriebs GmbH & Co. KG angenommen. Für das ehemalige Steigenberger Hotel Sonnenhof in Grafenau wurde ein vorläufiger Insolvenzverwalter bestellt.
Im Bayerischen Wald bahn sich eine heftige juristische Auseinandersetzung rund um das Hotel Sonnenhof in Grafenau an. Die Interspa-Gruppe, die das ehemalige Steigenberger Hotel für den Eigentümer Ido Michel (Michel Hotels) betreiben sollte, kündigt die Geschäftsbeziehung. Parallel stellt Volker Kurz als Geschäftsführer der Betreibergesellschaft einen Insolvenzantrag.
Aktuell erreichen die Unternehmensinsolvenzen wieder das Niveau von 2014. Dies ist jedoch nicht nur eine vorübergehende konjunkturelle Schwäche. Rainer Eckert, der Organisator des Deutschen Insolvenzrechtstags, betont, dass Deutschland vielmehr eine strukturelle Krise durchlebt. Der Umbau der Wirtschaft werde noch an Fahrt gewinnen und sich nach Ansicht des Experten auch in den Insolvenzzahlen widerspiegeln. Treiber dieser Entwicklung sind unter anderem der demografische Wandel, der Fachkräftemangel und technologische Veränderungen, etwa durch künstliche Intelligenz. Wirtschaftswoche (Abo)
Das insolvente Seniorenheim "Jenny Marx" in Stendal in Sachsen-Anhalt kann voraussichtlich seinen Betrieb fortsetzen. Insolvenzverwalter Rüdiger Bauch (Foto) verhandelt mit einem Investor über die Übernahme von Immobilie und Betrieb. Das Haus, seit 1975 in Betrieb, gehörte zum früheren Argentum-Konzern, der vor einem Jahr in Insolvenz gegangen ist. Der Betrieb läuft inzwischen mit 186 Plätzen stabil, die rund 110 Beschäftigten werden aus dem laufenden Betrieb bezahlt.
Kurz vor Saisonstart hat das Vier-Sterne-Hotel Kaliebe auf Usedom Insolvenz angemeldet. Das Haus in Trassenheide bleibt vorerst geöffnet, die Gehälter sind über das Insolvenzgeld gesichert. Als Gründe für die wirtschaftlichen Schwierigkeiten gelten unter anderem eine rückläufige Auslastung, steigende Kosten und Konkurrenz durch günstigere Angebote auf der polnischen Seite. Branchenvertreter warnen, dass weitere Betriebe an der Ostsee ebenfalls in Schwierigkeiten geraten könnten. BZ
Branchenkenner haben aufgehorcht, als Jan Strubbe (links) und Christopher Steinemann (rechts) im Januar verkündeten, mit ihrer erst im vergangenen Jahr gegründeten Livora Holding gleich vier insolvente Pflegeeinrichtungen zu übernehmen. "Die Ausgangslagen in den Häusern waren von Beginn an unterschiedlich", sagt Strubbe im Gespräch mit Care vor9. "Aber alle Standorte konnten bereits wichtige und sehr positive Schritte umsetzen."
Die Annahme, dass das Angebot durch Insolvenzen von Pflegeeinrichtungen eingeschränkt wird, trifft offenbar nicht zu. Zahlen aus Nordrhein-Westfalen zeigen, dass dadurch nur wenige Pflegeplätze verloren gehen. Im Jahr 2025 waren dort 23 Pflegeeinrichtungen überschuldet oder zahlungsunfähig, teilt die Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der SPD mit. Doch nur zwei vollstationäre Pflegeheime wurden wegen einer Pleite geschlossen. Deutlich mehr Schließungen gab es aus anderen Gründen.
2025 haben die deutschen Amtsgerichte 24.064 beantragte Unternehmensinsolvenzen registriert, meldet das Statistische Bundesamt. Das waren 10,3 Prozent mehr als im Vorjahr, nachdem die Zahl bereits 2024 und 2023 jeweils um mehr als 20 Prozent angestiegen war. Unter den betroffenen Wirtschaftsbereichen liegt das Gastgewerbe mit vorne.
Der gelernte Altenpfleger David Thiele (Foto) ist Sanierungsberater, betreibt einen Pflegedienst und ist Geschäftsführer eines Pflegeheimanbieters. Nun hat er außerdem die Gesellschaft Sana Venture GmbH gegründet, die Pflegeunternehmen aus Altersübergaben oder Insolvenzen übernehmen soll. Doch an diesem Geschäftsmodell sind bereits viele gescheitert. Im Interview mit Care vor9 erklärt er, warum ihm und seinem Partner Siegfried Loewenguth das nicht passieren wird.
Die Seniorenpflege Beneke GmbH in Martfeld (Niedersachsen) hat Insolvenz angemeldet. In der Einrichtung werden zurzeit 19 Senioren betreut, rund 40 Mitarbeiter sind beschäftigt. Der Betrieb läuft vorerst weiter, die Gehälter sind über Insolvenzgeld für drei Monate gesichert. Interesse an einer Übernahme zeigt der Bremer Pflegeanbieter Specht, der das Unternehmen prüfen will. Die Harke