Am Ende ist Ambiente Care doch Pleite. Care vor9
Am Ende ist Ambiente Care doch Pleite. Care vor9
Die aktuelle Insolvenzwelle in der Hotelbranche hat ihre Ursachen in Pandemie-Nachwirkungen, Rückgang der Geschäftsreisen, weniger Auslandsgäste, Ukraine-Krieg und Kostensteigerungen. Hinzu kommen Fehler der Unternehmen. Arcona-CEO Alexander Winter erkennt im Nachhinein, zu spät auf die schlechteren Rahmenbedingungen reagiert zu haben. Kostensenkungen, Anpassung der Expansionsstrategie und Overhead-Abbau hätte früher erfolgen müssen. Tophotel
Noch am Donnerstag hatte sich Ambiente Care trotz der abrupten Schließung bei Hannover vehement gegen Insolvenzgerüchte gewehrt, doch jetzt ist die Betreibergesellschaft pleite. Die Ambiente Care Süd GmbH hat am gestrigen Dienstag beim Amtsgericht München Insolvenz beantragt. Betroffen sind die sechs verbliebenen von ursprünglich 17 Standorten. Für einige davon ist bereits klar, dass es mit neuen Betreibern weitergeht.
Adrian Lindner (Foto), der neue CEO der Lindner Hotel Group, spricht im Interview mit Hotel vor9 über die schwierigsten Momente des zurückliegenden Insolvenzverfahrens. Der 36-Jährige berichtet, warum er und seine Familie wieder in die angeschlagene Firma investiert haben. Im laufenden Jahr geht er von einer positiven Entwicklung aus.
Das Aus ist besiegelt: Das Seniorenstift St. Martin in Bingen südlich von Tübingen schließt zum 30. Juni 2026. Nach der Insolvenz in Eigenverwaltung der Carl Puricelli’schen Stiftung ist die Investorensuche gescheitert, allerdings ist die Stiftung weiterhin offen für Übernahmeangebote. Rund 20 Bewohner leben noch in dem Stift und müssen jetzt neue Plätze finden, etwa 60 Beschäftigte verlieren ihre Jobs. Die Stiftung plant, mit der Mitarbeitervertretung einen Sozialplan auszuhandeln. SWR
Knapp ein Jahr nach der Insolvenz in Eigenverwaltung ist die Zukunft des Caritasstifts St. Josef in Verden nahe Bremen gesichert: Die Luehrsen Investment Gruppe übernimmt zum 1. Mai 2026 die Immobilie, ihr Tochterunternehmen, die Luehrsen Care Plus, den Betrieb. Die rund 85 Bewohner und etwa 100 Beschäftigten können bleiben.
Nach einigen Wochen Funkstille hat Revo am 1. April einen Statusbericht zur derzeitigen Situation abgegeben. Demnach werden nun die Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung für aktuell 175 Hotels der Revo Hospitality Group eröffnet. Diese Hotels sollen weitergeführt werden und könnten normal gebucht werden, heißt es.
Zum Monatsende hat sich die Insolvenzwelle im Revo-Umfeld ausgeweitet: Für vier Gesellschaften wurde inzwischen das Insolvenzverfahren eröffnet. Betroffen sind neben Betriebsgesellschaften in Hildesheim, Stralsund und Stuttgart-Leinfelden auch die RevConLab GmbH, die unter anderem neue automatisierte Hotelshops entwickeln und ausrollen sollte.
Nach der Insolvenz der Betreibergesellschaft des Steigenberger Hotels in Bad Pyrmont gibt es einen neuen Investor. Der erfahrene Hotelentwickler Gert Prantner will bis zu fünf Millionen Euro in das historische Haus investieren und den Betrieb übernehmen.
Bewegung im Revo-Insolvenzverfahren: Nach Informationen von Hotel vor9 sollen eine ganze Reihe von Häusern Revo verlassen. Einige der Hotels werden zunächst geschlossen. Auf der Liste finden sich 28 Wyndham-Häuser, darunter 21 Vienna-House-Hotels. Ein beträchtlicher Teil davon soll an den früheren Vienna-House-Eigentümer- und Lease-Strang um Lombard Estate Capital zurückfallen.