20. Mai 2020 | 16:24 Uhr
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Aida Cruises will Überbrückungskredit vom Bund

Das Darlehen für Deutschlands größten Kreuzfahrtanbieter soll sich auf bis zu 500 Millionen Euro belaufen. Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) bestätigte diesbezügliche Verhandlungen mit Aida Cruises. Zudem hat die Reederei für einen Großteil ihrer 1.500 Mitarbeiter in Rostock und Hamburg Kurzarbeit angemeldet.

Aida Mira Foto Aida

Die Aida-Flotte, hier die "Mira", liegt derzeit in verschiedenen Häfen fest

Glawe erklärte gegenüber dem NDR, Aida müsse die Zukunft meistern. Derzeit liefen Verhandlungen, um das Unternehmen zu stabilisieren und unter den Rettungsschirm des Bundes zu bekommen. Dafür müsse das Unternehmen ein Konzept vorlegen; und zudem müsse sich die Deutsche Bank als Hausbank "bewegen“.

Der Haushaltsexperte der Unionsfraktion im Bundestag, Eckhardt Rehberg, sagte dem Sender, es sei "ganz normal“, dass Aida Cruises die Hilfe anstrebe. Das Unternehmen sei solvent und stehe im Markt gut da.

Die Aida-Schiffe liegen derzeit mit Notbesatzungen in unterschiedlichen Häfen fest. Die Crews, darunter viele Mitarbeiter aus asiatischen Ländern, seien bereits größtenteils wieder zu Hause, erklärte das Unternehmen. Der Antrag auf Kurzarbeit für die Beschäftigten in Deutschland sei mit dem Betriebsrat zunächst bis Ende des Jahres vereinbart worden.

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