Kanaren melden mehr Umsatz, aber sinkende Tagesausgaben
Die Kanarischen Inseln haben im zweiten Quartal touristische Einnahmen von 4,4 Milliarden Euro erzielt – ein Plus von 3,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das durchschnittliche Tagesbudget pro Gast sank jedoch von 167 auf 158 Euro.

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Teneriffa generierte von April bis Juni fast 40 Prozent der touristischen Einnahmen der Kanaren
Die touristischen Ausgaben konzentrierten sich nach Angaben des Portals Kanarenmarkt unter Berufung auf Zahlen des Statistikinstituts Istac auf die beiden größten Inseln. Teneriffa vereinte 39 Prozent der Einnahmen auf sich, Gran Canaria 26,8 Prozent. Zusammen machten sie zwei Drittel des Gesamtumsatzes aus. Unterschiede zeigten sich auch nach Herkunftsländern: Gäste aus der Schweiz gaben mit durchschnittlich 174 Euro pro Tag am meisten aus, italienische Besucher bildeten mit 122 Euro das Schlusslicht.
Hotels bleiben wichtigste Unterkunftsform
In der Unterkunftswahl dominierten Hotels mit einem Anteil von 58 Prozent. Apartments machten 16 Prozent aus, private Mietobjekte 15 Prozent. Rund acht Prozent übernachteten in eigenen oder von Bekannten bereitgestellten Wohnungen. Im Schnitt blieben die Gäste neun Tage. Nordische Urlauber verlängerten ihren Aufenthalt auf 14 Tage, während spanische Touristen nach sechs Tagen abreisten.
Knapp die Hälfte der Urlauber nutzte Pauschalreiseangebote mit Transport und Unterkunft. Besonders beliebt waren diese bei Gästen aus den Niederlanden, wo 68 Prozent auf Pauschalpakete setzten. Italienische Touristen griffen hingegen nur zu 17 Prozent darauf zurück. Auffällig ist zudem die hohe Zahl an Wiederholern: Mehr als 70 Prozent der Besucher waren bereits zuvor auf den Kanaren.