10. Januar 2026 | 18:44 Uhr
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Reedereien investieren 65 Milliarden Euro in neue Schiffe

Die Kreuzfahrtindustrie treibt den Flottenausbau weiter voran. Weltweit sind aktuell 74 neue Kreuzfahrtschiffe fest bestellt. Die Neubauten kosten zusammen mehr als 65 Milliarden Euro und werden bis 2036 über 200.000 zusätzliche Betten auf den Markt bringen. Besonders aktiv sind MSC Cruises und Norwegian Cruise Line Holdings, die jeweils 14 Schiffe geordert haben.

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Der Neubau eines Kreuzfahrtschiffes kostet im Durchschnitt eine Milliarde Dollar

Das aktuelle Orderbuch der Kreuzfahrtindustrie umfasst 74 Neubauten, berichtet das US-Fachportal Cruise Industry News. Die Schiffe haben zusammen einen Wert von mehr als 76,5 Milliarden Dollar (umgerechnet 65 Milliarden Euro) und sollen bis 2036 in Dienst gestellt werden. Mit ihnen wächst die Kapazität der Branche um 205.250 Betten. Der durchschnittliche Preis pro Bett beträgt 320.000 Euro, ein Kreuzfahrtschiff kostet im Mittel rund eine Milliarde Dollar (umgerechnet 860 Millionen Euro).

MSC und Norwegian führen das Orderbuch an

Die meisten Neubauten entfallen auf MSC Cruises und Norwegian Cruise Line. Beide Konzerne haben jeweils 14 Schiffe bestellt. MSC erweitert die Flotten seiner beiden Marken bis 2033 um mehr als 57.000 Betten. Das MSC-Programm wird von einer neuen Schiffsklasse geprägt. Vier Einheiten dieser Serie entstehen ab 2030 bei der Meyer Werft in Deutschland. Auch Norwegian plant einen Prototypen für das Jahr 2030, der Teil einer neuen Serie von Schiffen für jeweils rund 5.100 Gäste ist. Diese werden von der italienischen Fincantieri gebaut.

Andere Reedereien treiben den Ausbau ebenfalls voran. So bringt die Royal Caribbean Group bis 2032 acht neue Schiffe für Royal Caribbean, Celebrity und TUI in Fahrt. Damit wächst die Kapazität um mehr als 37.000 Betten. Die Carnival Corporation hat derzeit sieben Schiffe mit Ablieferung bis 2033 im Orderbuch. Vorgesehen sind Neubauten für Carnival Cruise Line und AIDA Cruises mit Kapazitäten zwischen 4.200 und 6.200 Passagieren. Zu den weiteren Auftraggebern zählt Viking, das seine Flotte bis 2031 um zehn Schiffe erweitern wird. Disney hat fünf Kreuzfahrtschiffe bestellt.

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