Ryanair warnt vor langen EES-Wartezeiten an Airports
Nach deutschen Airport- und Airline-Vertretern hat nun auch Ryanair die EU-Kommission aufgefordert, die Ausnahmeregelung für das Einreise- und Ausreisesystem EES bis mindestens April 2027 zu verlängern. Die Airline verweist auf Wartezeiten von bis zu drei Stunden an Grenzkontrollen in Krakau, Lissabon, Mailand und Rom.
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Ryanair mahnt an, Ausnahmeregelungen von der Pflicht zur Nutzung des EU-Einreisesystems EES zu verlängern
Die bisherige Ausnahmeregelung lief am 6. September aus. Sie erlaubte es den Mitgliedstaaten, das EES vorübergehend auszusetzen, wenn sich an den Grenzen größere Überlastungen abzeichneten. Ryanair kritisiert, dass diese Möglichkeit nun entfällt, obwohl es weiterhin erhebliche Probleme gebe.
Nach Angaben der Airline kam es im Sommer an mehreren europäischen Flughäfen zu Wartezeiten von zwei bis drei Stunden. Genannt werden unter anderem Krakau, Lissabon, Mailand und Rom.
Ryanair kritisiert Technik und Personalmangel
Als Ursachen nennt Ryanair fehlerhafte Kioske, zu wenig Personal und Verzögerungen bei der Abfertigung. Flughäfen, Airlines und Branchenverbände hätten bereits vor der Einführung vor längeren Grenzprozessen und größeren Warteschlangen gewarnt.
COO Neal McMahon spricht von einem „misslungenen Rollout“. Die Warnungen seien ignoriert worden, während die Folgen bei den Passagieren gelandet seien.
Verlängerung bis mindestens April 2027 gefordert
Ryanair verlangt deshalb, die Ausnahmeregelung mindestens bis April 2027 wieder einzuführen. Flughäfen und Grenzbehörden sollen damit mehr Zeit bekommen, technische Probleme zu beheben und zusätzliches Personal einzusetzen.
Nach Ansicht der Airline sollte das System erst dann vollständig durchgesetzt werden, wenn es stabil funktioniert. Andernfalls drohten auch in der kommenden Saison erneut übermäßige Wartezeiten bei den Grenzkontrollen.
Christian Schmicke