8. Juli 2026 | 19:46 Uhr
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Aida verlängert bestehendes Provisionsmodell um ein Jahr

Trotz gestiegener Umsätze behält Aida Cruises das seit dem Geschäftsjahr 2021/22 bestehende Provisionsmodell auch im kommenden Jahr unverändert bei. Man investiere damit in die Partnerschaft mit den Reisebüros, sagt der scheidende Vertriebschef Uwe Mohr.

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Aida behält die Umsatzstufen für die rund 7.000 Reisebüropartner bundesweit bei

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Aida setzt auch im neuen touristischen Geschäftsjahr auf Kontinuität bei den Provisionen für die rund 7.000 Vertriebspartner in Deutschland. Die Reederei verlängert das seit 2021/22 geltende Modell um ein weiteres Jahr. Damit bleibt die Vergütungsstruktur für den stationären und den Online-Vertrieb stabil. Für Vertriebschef Uwe Mohr ist genau diese Kontinuität ein Signal. "Die Wertigkeit eines Provisionsmodells steigt mit der Dauer seiner Stabilität", ist er überzeugt.

Bis zu 14 Prozent Vergütung

Aida Cruises zahlt Agenturpartnern mit weniger als 60.000 Euro Jahresumsatz acht Prozent Provision für Aktionstarife und zehn Prozent für Premium-Buchungen. Ab 60.000 Euro werden neun und elf Prozent vergütet; durchschnittliche Agenturen, deren Umsätze sich laut Mohr zwischen 125.000 und 250.000 Euro bewegen, erhalten 10,5 und 12,5 Prozent. Für große Agenturen mit Aida-Umsätzen über 500.000 Euro gibt es 11,5 und 13,5 Prozent, bei über einer Million Euro sind in der Spitze 14 Prozent für Premium-Buchungen drin. Die Einstufung erfolgt weiterhin auf Basis des Aida-Gesamtumsatzes inklusive An- und Abreise und Gruppenumsatz. Zudem verzichte man auf Rückstufungen, so Mohr. Bei Stornierungen werden weiter zehn Prozent auf den Kreuzfahrtanteil ausgezahlt.

Viele Agenturen verbessern sich

Nach Angaben der Reederei ist die durchschnittliche Vergütung der Aida-Agenturen in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. Von 2024 auf 2025 habe das durchschnittliche Plus bei sieben Prozent gelegen. Von 2025 auf 2026 werde das Plus an Provision über alle Partneragenturen hinweg immerhin bei sechs Prozent liegen, so die Prognose.

Das hängt laut Vertriebschef auch damit zusammen, dass viele Reisebüros höhere Umsatzstufen erreichen. Von 2024 auf 2025 verbesserten sich mehr als 1.100 Reisebüros um eine Provisionsstufe. Rund 350 Partner legten sogar um zwei oder mehr Stufen zu. Im aktuellen Touristikjahr haben laut Aida bereits wieder fast 900 Agenturen mindestens eine höhere Stufe erreicht.

Für Uwe Mohr und Alexander Ewig, Senior Vice President Marketing and Sales, ist das ein Beleg dafür, dass Reisebüros mit Aida wachsen können. Die bestehende Struktur soll diesen Weg weiter absichern. Die Aida-Tarife seien in allen Vertriebskanälen identisch, versichert Mohr. Das habe sich auch mit dem Markteintritt von Check24 im Kreuzfahrtsegment nicht geändert.

Nur ein Jahr statt zwei

Neu ist vor allem der Zeithorizont des Vergütungssystems. Anders als 2024 schreibt Aida das Modell diesmal nicht für zwei Jahre fort, sondern nur für ein Touristikjahr. Als Grund nennt Alexander Ewig die ab 2030 erwarteten zwei neuen Schiffe. Noch sei offen, ab wann zumindest das erste in den Verkauf gehe. Spätestens dann dürfte das Provisionsmodell an die zusätzlichen Verkaufskapazitäten angepasst werden.

Bis dahin bleibt es beim bisherigen System. Trotz der laut Ewig "sehr positiven Entwicklung der Umsätze" und der damit verbundenen höheren Vertriebsausgaben hält Aida an den bekannten Regeln fest. Der Manager sieht das als klares "Commitment" zum externen Vertrieb.

Sabine Schreiber-Berger

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