Flugangebot in den Monaten bis November stagniert
Nach Einschätzung des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft BDL sind von Juni bis November 141,8 Millionen Sitzplätze auf Flügen von, nach und in Deutschland geplant. Das entspricht dem Vorjahresniveau und 92 Prozent von 2019. Im übrigen Europa wächst das Angebot dagegen um sechs Prozent und liegt laut BDL bei 116 Prozent des Vorkrisenniveaus.
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An den beiden größten deutschen Airports wächst das Flugangebot nicht mehr
Besonders groß sei der Abstand zwischen der Entwicklung in Europa und in Deutschland bei Punkt-zu-Punkt-Airlines, so der BDL. Ab Deutschland liege deren Angebot inzwischen um 56 Prozentpunkte hinter dem übrigen Europa. Der Verband verweist erneut auf hohe staatliche Steuern und Gebühren. Sie bremsten die Erholung, heißt es.
Auf den für den Wirtschaftsstandort wichtigen Routen nach Westeuropa sinkt das Sitzplatzangebot nach Einschätzung des Verbandes von Juni bis November um fünf Prozent. Der Verkehr in den Mittleren Osten und nach Zentralasien gehe wegen des Kriegs in der Region um fünf Prozent zurück.
Der innerdeutsche Verkehr verliert ebenfalls. Er schrumpft im Vergleich zum Vorjahr um fünf Prozent und erreicht noch 49 Prozent des Niveaus von 2019. Auf dezentralen Strecken ohne Frankfurt oder München als Start oder Ziel liegt die Kapazität nur noch bei 19 Prozent des früheren Angebots.
Drehkreuze bleiben unter Vorkrisenniveau
Frankfurt und München kommen in den sechs Monaten auf 90 beziehungsweise 89 Prozent des Sitzplatzangebots von 2019. Gegenüber dem Vorjahr wächst die Kapazität dort nicht mehr.
Auch große Airports wie Berlin, Düsseldorf, Hamburg, Köln/Bonn und Stuttgart entwickeln sich laut BDL gedämpft. Das Angebot wächst kaum noch oder sinkt. Der BDL nennt als Gründe das fehlende Angebot der Punkt-zu-Punkt-Airlines, den Einbruch des dezentralen Inlandsverkehrs und aktuelle Kapazitätsanpassungen.
Kleinere Flughäfen schneiden im Vergleich zu 2019 deutlich besser ab. Dortmund, Hahn, Karlsruhe Baden-Baden, Memmingen, Niederrhein/Weeze und Nürnberg erreichen teils überdurchschnittliche Werte. Dort setzen Punkt-zu-Punkt-Airlines nach BDL-Angaben in begrenztem Umfang zusätzliche Kapazitäten ein, vor allem für Besuche von Freunden und Verwandten sowie touristische Ziele.
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