Hoher Anteil an Last-Minute-Buchungen im Sommergeschäft
Das Last-Minute-Geschäft bei den pauschal oder in Bausteinen organisierten Urlaubsreisen hat im Juli sichtlich Fahrt aufgenommen, teilt Travel Data + Analytics (TDA) mit. Vom gesamten Monatsumsatz entfallen 38 Prozent auf kurzfristig gebuchten Urlaub mit Abreise im Juli und August. Auffällig stark steigen auch die Frühbucherumsätze für den Sommer 2026.

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Die Kapverden sind laut TDA im Juli überdurchschnittlich stark nachgefragt
Der bundesweit verregnete Juli dürfte das Last-Minute-Geschäft in diesem Jahr durchaus positiv beeinflusst haben, analysiert TDA die Juli-Zahlen. Mit dem knappen Drittel für Herbsturlaubsbuchungen gehen insgesamt 68 Prozent des Monatsumsatzes an die laufende Sommersaison – das sind allerdings drei Prozentpunkte weniger als im Vorjahresmonat, in dem viele Urlauber Ersatzbuchungen für ihre ausgefallenen FTI-Reisen tätigten. Der sogenannte "FTI-Effekt" im vergangenen Sommer schließe größere Wachstumssprünge in den diesjährigen Sommermonaten praktisch aus, heißt es von den Marktforschern.
Trotzdem stehe die diesjährige Sommersaison relativ gut da. Die Umsätze übertreffen das Vorjahr laut TDA unverändert um kumuliert sechs Prozent, womit – gemessen an den Gesamtumsätzen der letztjährigen Sommersaison 2024 – aktuell ein Füllstand von 93 Prozent erreicht sei (Vormonat 84%). Die Anzahl gebuchter Urlauber entspricht demnach in etwa dem Vorjahresniveau (+1%).
Besonders starke Nachfrage nach Fernreisen
Die Buchung von Winterurlauben für die anstehende Saison 2025/26 stehen im Juli für ein Fünftel des Monatsumsatzes. Die winterlichen Buchungseingänge übertreffen den Vorjahresmonat nur um zwei Prozent; zu wenig, um das kumulierte Plus halten zu können, so TDA.
Zum Vormonat gibt die Bilanz um zwei Prozentpunkte nach. Damit weist die Wintersaison 2025/26 zum aktuellen Buchungsstand ein Umsatzwachstum von elf Prozent zum Vorjahr auf. Die Anzahl gebuchter Winterurlauber übersteigt das Vorjahresniveau um sieben Prozent. Fernreisen bleiben überdurchschnittlich stark nachgefragt; unter dem Strich steht bei den Pax ein Plus von elf Prozent.
Emirate und Kapverden auf der Überholspur
Die höchsten Nachfragezuwächse unter den meistgebuchten Winterreisezielen verzeichneten derzeit die Emirate und die Kapverden, so TDA. Anteilig unternehme rund jeder fünfte bereits gebuchte Winterurlauber eine Fernreise und nahezu ebenso viele haben bis dato eine Kreuzfahrt gebucht. Unter den meistgebuchten Winterreisezielen auf Länderebene bleiben laut Marktanalyse die Kanaren die (ewige) Nummer 1 (Anteil Pax rund 19 Prozent) gefolgt von Ägypten als Nummer zwei im Ranking.
Negative Vorzeichen bei der Türkei
Griechenland gehört im Winter zwar nicht zu den Top-Reisezielen, doch macht sich die Saisonverlängerung in den Zahlen mit starken Zuwächsen deutlich bemerkbar, heißt es vom Marktforschungsunternehmen. Die Türkei halte dagegen Platz fünf im Ranking der meist gebuchten Winterreiseziele, könne das starke Vorjahreswachstum aber nicht halten (Pax minus 9%, Umsatz minus 3%).
Im Juli haben die Frühbucher für die Sommersaison laut Travel Data + Analytics kommenden Jahres auffällig stark zugenommen. Sie stehen laut Analyse im abgelaufenen Buchungsmonat bereits für zwölf Prozent des Umsatzes. Dies entspreche gegenüber dem Vorjahresmonat einem bemerkenswerten Zuwachs um fünf Prozentpunkte.