Saisonbilanzen trotz Buchungseinbruchs noch positiv
In der laufenden Wintersaison sind nach Angaben der Marktforscher von Travel Data + Analytics (TDA) die Buchungen im März fast um die Hälfte eingebrochen, aber die generelle Bilanz für die kälteren Monate fällt positiv aus. Für den Sommer sind ein Fünftel weniger Buchungen als im Vorjahr im Kasten. Trotz der Verluste, unter dem Strich bleiben jeweils positive Vorzeichen.
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Das Umsatzplus schrumpft als Folge des Nahost-Krieges merklich
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Zusammengenommen summieren sich die Rückgänge im abgelaufenen Buchungsmonat auf insgesamt 25 Prozent für das laufende Touristikjahr 2025/26, heißt es in der Analyse der Marktforscher von TDA. Demnach verweisen die herben Verluste darauf, dass das hohe Stornoaufkommen für Reiseziele im Nahen Osten bei weitem nicht durch Umbuchungen aufgefangen werden konnte. Noch schwerer wiege eine ausgeprägte Buchungszurückhaltung, die sich im März beobachten lasse.
Die durch den Iran-Krieg verursachten Verluste kosten Wachstum im deutschen Urlaubsreisemarkt: Die Wintersaison verliert zum Vormonat kumuliert zwei Prozent, die Sommersaison gibt sogar um vier Prozent nach. Trotzdem bleiben beide Saisonbilanzen noch positiv, so TDA.
Winterumsatz im Vergleich zum Vorjahr stabil
Obwohl sich Reisestornierungen, Um- und Neubuchungen für die noch bis Ende April andauernde Wintersaison im März auf ein Minus in Höhe von 49 Prozent summieren, bleibt die Winterbilanz mit plus zwei Prozent positiv. Und so klein das Umsatzvolumen ausgefallen sein mag – es hat ausgereicht, dass die Wintersaison zum aktuellen Buchungsstand mit den finalen Saisonumsätzen des gesamten Vorjahreswinters gleichzieht.
Noch sind allerdings nicht alle Urlaube mit Abreise im April in die Emirate storniert oder Fernreisen über deren große Drehkreuze umgebucht und das winterliche Neubuchungsaufkommen bleibt auch in den ersten Aprilwochen deutlich unter dem Vorjahresniveau. Das aktuelle Winterplus ist laut TDA-Analyse fragil.
Umsatzplus der Sommersaison schmilzt
Für die anstehende Sommersaison zeichnet sich in der Kalenderwoche nach den Osterferien eine erste Entspannung ab, die Reisebuchungen ziehen wieder an, so die Marktforscher. Bis Ende März hat die Sommersaison allerdings vier Prozentpunkte ihres vorherigen Wachstums eingebüßt und ist auf ein kumuliertes Umsatzplus von drei Prozent zurückgefallen. Der per Ende März erreichte Füllstand fällt mit aktuell 59 Prozent nur etwas kleiner aus als im Vorjahr (61 Prozent).
Ziele mit dem dicksten Minus
Dass die März-Verluste für die Reiseländer in der Golfregion aufgrund bestehender Reisewarnungen und abgesagter Reisen seitens der Veranstalter immens hoch ausfallen, ist laut Travel Data + Analytics nicht weiter verwunderlich. Allein für die Emirate musste bislang bereits mehr als ein Viertel des Winterumsatzes ausgebucht werden. Aufgrund des eingeschränkten Flugverkehrs sind auch Fernreisedestinationen, wie beispielsweise die Malediven oder Thailand, sowie angrenzende Urlaubsländer, wie die Türkei und Ägypten, massiv von Buchungsrückgängen betroffen. Die Türkei war vor Ausbruch des Iran-Kriegs das meistgebuchte Reiseziel für den kommenden Sommer mit
einem überdurchschnittlichen Wachstum von zwölf Prozent zum Vorjahr.
Nach den März-Verlusten (-46 Prozent) ist das Umsatzplus auf 3 Prozent geschrumpft und die
Türkei auf Platz 2 im Sommerranking gerückt. Für Ägypten ist das zuvor aufgelaufene Sommerwachstum von 15 Prozent nach nur einem Monat auf 1 Prozent zurückgefallen.
Spanische Ziele sind die Profiteure
Insgesamt verliert die Mittelstrecke Ost im März 34 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Griechenland kommt dabei mit einem Buchungsrückgang von 10 Prozent vergleichsweise glimpflich davon und gehört im April wieder zu den meistgebuchten Sommerreisezielen. Ansonsten zieht es Urlauber bevorzugt in westlich gelegene Reiseländer.
Kreuzfahrten zweistellig im Minus
Vor allem spanische Urlaubsregionen profitieren, so die TDA-Auswertung. Das spanische Festland legt um 32 Prozent, die Kanaren und die Balearen jeweils um 5 Prozent zu. Auch Italien (+8%) und Portugal (+3%) stemmen sich gegen den negativen März-Trend, der mit Ausnahme der Mittelstrecke West (+16%) und erdgebundenen Reisen (+2%) alle anderen Reiseregionen und auch die Kreuzfahrten (-18%) erfasst hat.
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