19. August 2026 | 07:00 Uhr
Teilen
Mailen

TUI Cruises mit starkem Wachstum im Kreuzfahrtjahr 2026

Clas Eckholt (Foto), Vice President Commercial bei TUI Cruises, sieht beide Marken der Hamburger Reederei auf stabilem Wachstumskurs. Trotz temporärer Schiffsausfälle und zunehmendem Wettbewerb im Luxussegment steigen in diesem Jahr die Auslastung, Durchschnittspreise und Kundenzufriedenheit bei Mein Schiff und Hapag-Lloyd Cruises.

Clas Eckholt TUI Cruises

Kann schon jetzt auf ein erfolgreiches Kreuzfahrtjahr 2026 blicken: Clas Eckholt, Vice President Commercial bei TUI Cruises

Anzeige

HX Expeditions bringt Abenteurer bequem nach Spitzbergen

Vor allem auf Spitzbergen fühlen sich Gäste von HX Expeditions als Entdecker der rauen, aber faszinierenden Welt der Arktis. 400 Inseln und Schären, Eisbären, die Mitternachtssonne im Sommer und historische Dörfer locken Abenteuerlustige in die norwegisch verwaltete Inselwelt. Auf Komfort müssen Gäste dabei nicht verzichten. Reise vor9

"Wir verzeichnen bei beiden Marken im dritten Jahr in Folge eine positive Entwicklung. Auslastung, Umsatz und Durchschnittspreise sind gestiegen – und das trotz höherer Kapazitäten und eines intensiveren Wettbewerbsumfelds", fasst Clas Eckholt die Gesamtlage im Gespräch mit unserer Redaktion zufrieden zusammen.

Dabei stellte das Jahr 2026 insbesondere die Marke Mein Schiff vor besondere Herausforderungen. Zwei Schiffe waren über einen längeren Zeitraum im Persischen Golf gefangen und nicht einsatzfähig. Eckholt räumte ein, dass dies vorübergehend Auswirkungen auf die Nachfrage gehabt habe. Doch sowohl in der Zeit der wichtigen Januar-Kampagne zu Jahresbeginn als auch in den Wochen nach der schließlich glücklichen Ausfahrt aus dem Persischen Golf, hätten die Buchungen deutlich über dem Vorjahresniveau gelegen.

Das enorme Flottenwachstum wurde vollständig vom Markt aufgenommen

Allein die Mein Schiff Flow, die im Sommer zur Flotte gestoßen ist, habe rund 18 Prozent zusätzliche Kapazität gebracht. Ein Teil davon fließe bereits ins laufende Jahr, der Rest werde 2027 wirksam. Zusammen mit der Mein Schiff 7 (Markteinführung 2024) und der Mein Schiff Relax (Taufe Frühjahr 2025) ist die Mein-Schiff-Flotte damit erheblich gewachsen. Umso bemerkenswerter sei es, dass dieses Wachstum vollständig vom Markt aufgenommen worden sei, ganz ohne preisgetriebene Last-Minute-Aktionen. "Wir sind mit einer stabilen Nachfrage und ohne ausgeprägtes Last-Minute-Geschäft durch den Sommer gekommen", stellte Eckholt klar. Der Anteil des höchsten Tarifs, des Pro-Tarifs, sei sogar nochmals gestiegen, was den geringen Bedarf an Rabattierungen über günstigere Tarifklassen belege.

Besonders zufrieden zeigt sich Eckholt zudem mit der Gästeresonanz auf die neue Schiffsklasse Intuition, zu der die Flow und die Relax gehören. Die Flow erreiche im laufenden Sommer bereits einen Net Promoter Score (NPS) von 96 Prozent. Zudem liege das Wiederkaufsverhalten an Bord der Intuition-Schiffe überproportional höher als bei anderen Einheiten der Flotte.

Hapag-Lloyd Cruises entwickelt sich trotz neuen Wettbewerbern positiv

Im Luxus- und Expeditionssegment sieht Eckholt Hapag-Lloyd Cruises trotz der wachsenden Konkurrenz klar als Marktführer positioniert. In den vergangenen anderthalb Jahren habe man die traditionsreiche Marke gezielt geschärft und die Kernelemente klarer herausgearbeitet. Das Ergebnis: Seit vier Jahren verbessere sich die Buchungslage kontinuierlich. "26 ist besser als 25, 27 ist besser als 26, und 28 ist besser als 27", so Eckholt. Zudem werden die Hapag-Schiffe immer langfristiger gebucht. Bereits im Dezember 2025 habe man Buchungen bis Ende 2028 geöffnet, was bei den kuratierten Reisen der Marke besonders wichtig sei.

Die gesamte Hapag-Lloyd-Flotte erreiche im laufenden Jahr einen NPS von 95. Dieser extrem gute Wert sei eine Erklärung dafür, warum man auch bei Hapag-Lloyd Cruises bei Auslastung, Umsatz und Durchschnittspreis trotz des intensiveren Wettbewerbs weiter habe zulegen können. Die Auslastung für 2026 liege gar "zweistellig" über dem Vorjahreswert.

Der Verkauf über die Frühbucher-Tarife ist beim Kunden angekommen

Als einen der zentralen Erfolgsfaktoren hob Eckholt die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit dem stationären Vertrieb hervor. „Der stationäre Vertrieb bleibt unser wichtigster und erfolgreichster Kanal", sagte er. Das Frühbucher-Modell habe sich dabei als stärkstes Verkaufsargument etabliert. Die Tage vor Ablauf der Frühbucherfristen setzten laut Eckholt "stärkere Impulse als jede Black-Friday-Aktion". Dieses Prinzip funktioniere, weil es nicht über den Preis gehe, sondern um qualitativ hochwertige Reisen, die zwölf bis achtzehn Monate im Voraus gebucht würden.

Für beide Marken seien nun ab September große Kampagnen in TV, Out-of-Home und am Point of Sale geplant. Bei Mein Schiff laufe der Frühbucher am 30. September aus, bei Hapag-Lloyd Cruises am 31. Oktober. Parallel treten neue Provisionsmodelle in Kraft, die auf Kontinuität und partnerschaftliches Wachstum setzen. Die Details zu den neuen Provisionsstaffeln werden heute im Laufe des Tages veröffentlicht.

Pascal Brückmann

Newsletter kostenlos bestellen

Ja, ich möchte den Newsletter täglich lesen. Ich erhalte ihn kostenfrei und kann der Bestellung jederzeit formlos widersprechen. Meine E-Mail-Adresse wird ausschließlich zum Versand des Newsletters und zur Erfolgsmessung genutzt und nicht an Dritte weitergegeben. Damit bin ich einverstanden und akzeptiere die Datenschutzerklärung.